Zum Hauptinhalt springen

Odyssee durch die Moderne

Der Weltenwanderer Helmut von den Steinen zwischen George-Kreis, griechischen Horizonten und interkultureller Philosophie

Ein Itinerar

Der Publizist, Kulturhistoriker, Dichter, Übersetzer und Philosoph Helmut von den Steinen schuf seit den Jahren um den Ersten Weltkrieg ein so vielseitiges wie zunächst schwer überschaubares Werk. Es geht von Stefan George, der Klassischen Antike und Immanuel Kant aus, nimmt aber auch zahlreiche ethnologische, soziologische und komparatistische Motive auf. Zugleich erkundet es heterogene politische Positionen von der Konservativen Revolution bis zum Kommunismus. Geographisch schlägt es von Deutschland, dann aber auch von Bulgarien, Italien, Ostafrika, Palästina/Israel, Ägypten und vor allem Griechenland aus einen weiten Bogen rund um den Globus und berührt dabei insbesondere China und Indien. In den 1940er und 1950er Jahren verdichtet es sich zu einem interkulturellen Paradigma, das auch aus heutiger Perspektive wegweisend wirkt. Bedingt durch die Dauerhaftigkeit und die näheren Umstände seiner Emigration, haben die faszinierenden literarischen und wissenschaftlichen Spuren von Helmut von den Steinens Gang durch die Moderne bisher nur sporadisch Aufmerksamkeit gefunden. Die aktuelle Webseite weist auf sie hin.